Grabeskälte

Mai 18, 2010

Ich will schreiben, irgendwas zieht mich hierher. Doch kaum beginne ich zu tippen, schon schwindet meine Motivation, mein Eifer – mein Wille ist gebrochen und liegt in Scherben auf dem Fußboden.

Ich weiß wirklich nicht, was mit mir los ist. Zuhause halte ich es nicht mehr aus – diese triste und energieabsaugende Aura die von jedem Zimmer kommt, macht mich fertig. Im Wohnzimmer sitzt mein, von mir über alles verachteter, Vater und sitzt mit krummen Buckel und ungewaschenen, grauen Haaren vor seinem Computer – und surft auf einer Website über Wurst.

Mein Zimmer teile ich mir mit meinem Bruder, welcher die ganze Zeit das Gleiche rauf und runter hört und tut. Ich finde keine Ruhe, nicht solange ich dort bin. Nichtmal die verdammte Sonne scheint mir durchs Fenster rein – es ist zu klein.

Mir ist den ganzen Tag lang kalt – ich zittere im Angesicht der Tatsachen, welchen ich mich Tag für Tag stellen muss.

Ich fühle mich so allein und verlassen, kein Wunder: Bei mir zuhause knistert die Luft vor Streitsucht und Feindseligkeit. Es kümmert sich eigentlich niemand um mich – und meiner besten Freundin(?) habe ich auf die Frage, was mit mir los sei, mit einem “Zach” geantwortet. Ich schaufle mir mein eigenes Grab, suche den Grabstein aus und bezahle sogar für die Gravierungen und den Sarg bevor ich mich hineinlege.

Ich habe mehr als eine halbe Stunde für diese Zeilen gebraucht, und das einzige was ich momentan fühle, ist Kälte und Angst.

Zitternd,

Alex…

Dach der Welt

Mai 16, 2010

Regnet es auch bei euch? Uns hats sogar paar Dachziegel vom Dach geworfen – und oh Wunder, oh Wunder, irgendwer will mich will tot sehen :). Ich war von Freitag auf heute bei dem Freund meiner Besten pennen und haben halt Nächte durchgezockt und gefressen wie die Maden. Falls es wenn interessiert, auf der Liste standen Spiele wie World of Warcraft, Castlevania Judgement sowie New Super Mario Bros. Und futtertechnisch gab es gebackenen Leberkäse und Schnitzel.

Naja ich bin halt auf dem Weg nach Hause, es regnete und ich schlenderte mit einer halboffenen Jacke durch den Sturm – mit Subway to Sally, als musikalische Untermalung, im Ohr – als hinter mir ein Dachziegel aufschlug. Anfangs dachte ich, dass dieses Geräusch von der Musik kam, doch hörte ich dieses Klirren zum ersten Mal überhaupt, also drehte ich mich um und was lag am Boden? Überreste eines verunglückten Objektes aus Ton.

War das ein Zeichen? Wollte der da oben mir etwas sagen? Wollte er mich “von meinem Leid erlösen”? Oder saß auf dem Dach einfach ein Wahnsinniger?

Sehr verwirrt,
Alex

Die Liebe und die Werbung

Mai 6, 2010

ToDo:

[_] Aufhören nur das böse in den Menschen zu sehen
[_] Vergangenheit vergessen
[x] Psychiatrische Hilfe anfordern

Meine Paranoia bringt mich sicher eines Tages um. Ich meine, ich weiß das ich dank diesem hässlich und lautem Gefühl in mir, mich selber manipuliere und es für mich unmöglich mache eine Beziehung zu führen – Freundschaftlich als auch Liebestechnisch. Ihr wisst schon, dort wo man Sex hat und einem das Geld aus der Tasche gezogen wird wie im Puff. ; )
Nicht ernst nehmen :) .

Jedenfalls sollte ich meinen Mitmenschen mehr Vertrauen schenken – oder zumindest jenes zu unterlassen, mir bei jedem gesagten Worte, welches aus dem Munde meiner besten Freundin entkommt, mir mein Haupt bei Geist und Sinne zu entreißen.
Oder kurz: Nur weil Sie etwas sagt oder nicht sagt, heißt das nicht, dass sie mich hasst oder einen neuen besten Freund hat.

Ich hab dich lieb Jessi :).

Apropos Liebe: Ich sollte Werbung machen, mich interessiert es wirklich sehr, ob und wie ich geflamed werde! Oder einfach nur nette Kommentare lesen…

Noch nicht am Boden,

Alex

Rinderwahn

Mai 4, 2010

Ist das nicht pervers? Von seinen eigenen Eltern verstoßen, verunglimpft und als Besitz angesehen, von seinem Bruder selbst beim Chillen im Bett und telefonieren gestört und von der besten Freundin bekommt man erzählt, wie toll doch ein anderer Freund von ihr ist. Dass sie mit ihm redet, wenn ihr alle zu blöd sind, dass er ihren festen Freund beschimpft – aber sich nicht traut sich mit den beiden zu treffen? Und sie findet es toll, wenn er ihr in den Arsch kriecht und versucht sie mir wegzunehmen. Paranoia spricht aus mir aber ich finde das pervers.

Ich meine, wer weiß, vielleicht war das nicht böse von meiner besten Freundin gemeint? Ich habe sie nicht gefragt was das sollte und zusätzlich so getan als ob nichts geschehen wäre – ob sie sich nicht dessen bewusst war, dass mich das verletzt hat? Keine Ahnung, aber meine paranoide Seite sagt mir dass das ein Vorwurf, ein recht guter sogar, war.

Falls es niemand gemerkt hat der Zirkus hat schon begonnen.

Er wird an ein Rad gespannt, unfähig seine Hände und Füße zu bewegen. Keuchend und mit herunterhängendem Kopf steht er da und wird vom Publikum bespuckt, ausgelacht und geächtet. Seine, bis dato, Kollegen und Kolleginnen bewerfen ihn mit langen spitzen Messer, doch zuvor verbinden sie ihm die Augen.
Fünf Messer – Fünf Treffer.
Die Farbe Rot bringt den Boden des Zeltes zur Geltung, aber sein Auftritt ist nicht beendet, sein Recht zu gehen ist verwirkt – wie auch, er ist angekettet?

Wer er ist? Woher soll ich das wissen, aber ich finde diese Show geschmacklos und doch amüsant…

Immerhin bleibt eins bei alten, das Wetter passt sich meinem Gemütszustand an. Es regnet und donnert, die Donau schwappt über, flutet die Felder und Kühe fliegen durch die Gegend…

Der Wahnsinn grüßt,

Alex…

Etwas beginnt

April 29, 2010

Ich wollte schon immer ein Tagebuch schreiben, um mich in der Zukunft an mein vergangenes Ich zu erinnern und mir Botschaften zu hinterlassen. Ich muss zugeben es gab noch mehr Gründe ein Tagebuch zu führen, zum Beispiel das es mal jemand findet.
Eine Zeit lang konnte ich auch erfolgreich meine Memoiren führen – zwei Tage um genau zu sein. Danach wurde es mir zu zach jeden Tag was zu schreiben und ich habe es schließlich irgendwo in den Weiten meines Zimmers verloren.

Bloggen hat mich auch sehr oft interessiert, den ich liebe es meine Gedanken, welche ich oft selber nicht verstehe, mit anderen Menschen zu teilen. Vielleicht verstehe ich mich dann sogar besser.
Gedanken und Ansichten nieder zuschreiben und die Kommentare von anderen Menschen zu lesen fasziniert mich – selbst wenn mich hier Trolle und Tröllinen von 4chan spammen sollten :)

Aber selbst wenn es hier niemanden gibt der diesen Blog jemals lesen und kommentieren sollte, habe ich noch immer mein Onlinetagebuch, welches Leute finden könnten, wenn sie nach meinem Tagebuch suchen :) Außerdem stirbt die Hoffnung immer zuletzt, deswegen freue ich mich auf alle Kommentare die auf mich zukommen. Immerhin beginnt endlich etwas – zumindestens auf eine einfache und subtile Weise.

In diesem Sinne,
Alex


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